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Nationalismus und Selbstwahrnehmung in Österreich

Posted in /Intercultural Communication/ by Liudmila Davydova on December 8, 2009

“In Österreich wurde eine Menge Tinte und Papier verbraucht, um die schmerzliche Frage zu beantworten: Gibt es so eine Nation wie die Österreicher? Und ob die überhaupt existieren muss? Wird sie größer oder kleiner? Hat sie schon alles hinter sich, oder verfügt sie doch über die Zukunft? Die Hypochonder machen sich Sorgen wegen ihrer Krankheiten, die Österreicher – wegen ihrer Stellung in der Welt.

Unter den Österreichern sind zwei gegensätzliche Weltanschauungen vorhanden: sie sehen sich selbst etweder als Nachfolger des großen Reiches, oder beschränken ihren Gesichtskreis auf die Angelegenheiten ihrer Gemeinde. “In anderen Staaten, – wie ein englischer Historiker schreibt, – waren die herrschenden Häuser einer flüchtigen Episode in der Geschichte der Nation ähnlich, Habsburgerreich ist gerade das Gegenteil davon. In dem Fall wurden die Völker ein bedauerliches Mißverständnis in der Geschichte der Dynastie“. Die Republik Österreich erschien auf der Weltkarte erst 1918, nachdem die Völker, die zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehörten, die Unabhängigkeit erlangt hatten. Wie sich Georges Clemenceau der ehemalige Premierminister von Frankreich einmal ungeniert äußerte: «L’Autri-che, c’est се qui reste» (“Österreich hat das bekommen, was geblieben war.“)”

(den Artikel auf Russisch lesen) Читать оригинал : “Национализм и самовосприятие в Австрии”

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